HEG- Neurotherapie (Hemoencephalographie)
HEG (nIR) wurde um 1994 von Prof. Dr. Hershel Toomin von der Universität in Los Angelos (UCLA) entwickelt und gilt als die neueste Entwicklung im Bereich des Neurofeedback. Es handelt sich um eine intensionale Kontrolle der regionalen cerebralen Durchblutung. In Europa beginnt sich gerade erst das Interesse an dieser sehr erfogreichen Therapieform zu regen.
Was ist HEG Neurotherapie?
HEG-Neurotherapie ist ein nichtmedikamentöses Übungsverfahren, das nach einer relativ kurzen Trainingszeit selbstständig und ohne technische Methoden weiter geübt werden kann. Gezielt können je nach Indikation durch Fokusierung der Aufmerksamkeit bestimmte Hirnareale besser durchblutet werden. Diese Methode funktioniert nach den Prinzipien des Feedback: die Rückmeldung von somatischen Signalen wird mit dem bewussten Wahrnehmen der assoziierten Empfindungen verbunden und damit wird der Klient nach der Trainingsphase von der Feedbackapparatur frei. (Hier finden Sie einen sehr guten Einführungsartikel in englischer Sprache: » http://www.biocompresearch.org/anxiety.edited.html)
Mittels HEG wird der regionale Blutfluss sowie der lokale Sauerstoffverbrauch im Gehirn gemessen. Dazu werden optische Infrarot-Biosensoren verwendet, die an einem Stirnband befestigt sind. So werden Änderungen des Oxyhämoglobin (O2Hb) und der Deoxyhämoglobin (HHb)-Konzentration mittels Licht definierter Wellenlänge (ca. 650 nm) bzw. Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) gemessen. Entsprechend der besseren Durchblutung steigt die Temperatur über den trainierten Arealen, aber durch die insgesamt bessere Durchblutung auch über dem gesamten Gehirn an. Die nebenstehenden Wärmekameraaufnahmen (copyright bei Robert Coben, www.biocompresearch.org, modifiziert vom Autor) zeigen deutlich, wie nicht nur im Trainingsareal (mit Kreis markiert), sondern auch auf der Gegenseite die Temperatur (und damit die Durchblutung) des Gehirn deutlich ansteigt.
Mädchen, 13 Jahre alt
starke Hyperthermie (= verstärkter Blutfluß) im Temporallaapen; Klinik entsprechend: Migräne. Supraorbital rechts verminderter Blutfluß: Klinik entsprechend: rezidivierende Ärgerattacken
Die Sitzung dauert inklusive der Vor- und Nachbereitung ungefähr 30 bis 60 min. Die eigentliche Trainingszeit richtet sich nach den Konzentrationsmöglichkeiten des Klienten und nimmt im Allgemeinen mit der Anzahl der Sitzungen zu.
Wird die HEG zu Trainingszwecken eingesetzt, dann ermöglicht es dem Trainierenden die bewusste Kontrolle der Durchblutung und des Stoffwechsels im Gehirn, je nach Applikation der Biosensoren in den entsprechenden Hirnarealen.
HEG-Neurotherapie wird bei Störungen, die mit einer lokalen Minderdurchblutung des Gehirns einhergehen, eingesetzt, wie zum Beispiel:Depression (bei diesem Krankheitsbild sind unsere eigenen Erfahrungen mit der Methode besonders überraschend positiv). Zum Verständnis der Wirksamkeit können die Ergebnisse der transcraniellen Magnetstimalation vergleichen herangezogen werden. Hintergrundinformationen zum Einsatz von HEG bei präfrontalen Minderdurchblutungen finden sie (in englischer Sprache) hier: » http://www.biocompresearch.org/nirHEG_for_right_frontal_dysfunction.htm
Autismus
ADS/ADHS
Migräne
Störungen der Konzentrations- und Lernfähigkeit
Merk- und Gedächtnisstörungen
Stress
Major Depression, latente Depression
Allgemein ist das Verfahren zur Steigerung der mentalen Leistungsfähigkeit (peak-performance) sehr gut geeignet.
Der Trainierende wird über 4 bis 10 Sitzungen in die Methode eingeführt und lernt mit der Zeit diesen aktiven Zustand immer schneller und anhaltender herbeizuführen und dann im Lebensalltag erfolgreich anzuwenden.
» Hier finden Sie Artikel aus anerkannten wissenschaftlichen Organen, die Ihnen helfen können, sich ein eigenständiges Bild der Verfahren und Indikationen der Neurotherapie zu machen.








